Unterwegs in Amorbach | Folge 3 (3)

Heute schon der letzte Teil unseres kleinen Rundgangs durch Amorbach.

Ich habe noch einige Fotos mitgebracht und wie immer noch viele interessante Informationen für Dich im Gepäck.

Los geht es....





Leider war es ja, wie oft, nicht sonderlich sonnig. Aber wir lassen uns dadurch nicht von unserem weiteren Rundgang abhalten, nicht war?

Ich begrüße Dich zum dritten und letzten Teil unseres Rundgangs durch Amorbach.

An meinen Fotos kannst Du erkennen, hier findet man ein reizvolles kleines Städtchen mit vielen zauberhaften alten Gebäuden.

Beeindruckend ist die Abtei, welche wir hier auf dem Foto sehen - ein langes Bauwerk....






Ich habe Dir ja in einem der letzten Teile erzählt, das ganze hier ging 1803 an das Fürstenhaus von Leiningen über.

Das Haus Leiningen ist ein Grafen- bzw. Fürstengeschlecht aus dem pfälzischen Raum. Für verlorene linksrheinische Besitzungen wurden der Familie neue Gebiete (sprich auch Amorbach) zugesprochen.

In diesem kleinen Fürstentum, welches bis ins frühe 19. Jahrhundert existierte, befinden wir uns heute in der Residenzstadt Amorbach.

Die Familie von Leiningen lebt auch heute noch hier.

Aktueller Chef des Hauses ist Andreas zu Leiningen, er ist mit Alexandra Prinzessin von Hannover, von Großbritannien und Irland, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg verheiratet.









Im unteren Foto siehst Du ein schönes zweigeschossiges Fachwerkhaus in Ecklage mit Zierfachwerk und Halbwalmdach. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist ein Blickfang, nicht wahr?




Das "Corps de Logis" ist ein ehemaliges mainzisches Oberamtshaus in freistehender, dregeschossiger Mansardwalmdachbauweise. Die Fassade ist verputzt und zeigt zum Hof einen Mittelrisalith mit einem Säulenvorbau und darüber einem wappengeschmückten Dreieckstympanon.

Hier hat heute unter anderem die Fürstlich Leiningische Verwaltung ihren Sitz.






Aus der Presse und dem TV ist Dir vielleicht Gabriele Renate Inaara Prinzessin von Leiningen bekannt. Diese Dame heiratete einst Karl-Emich zu Leiningen, später wurde sie als "Begum Inaara" weitläufiger bekannt, heute hat sie diesen früheren Namen wohl wieder angenommen.

Man findet hier viele schöne Gassen und auch nette Geschäfte.

Zu erwähnen ist auch noch die Sammlung Berger, hier kannst Du die größte Teekannensammlung in Europa bewundern, mehr als 2.400 figürliche Teekannen sind dort ausgestellt.


Direkt bei Amorbach befindet sich auch ein netter kleiner "englischer Garten", der zum spazieren rund um den See einlädt.

Bilder davon hast Du im letzten Teil schon gesehen.

Kaffee und Gaststätten findest Du natürlich auch und Parkplätze gibt es direkt an der Altstadt gelegen, gar kein Problem.






Unten siehst Du das "Templerhaus".

Es ist das älteste Fachwerkhaus in Bayern und seine Ursprünge gehen zurück bis ins Mittelalter. Früher war hier der Sitz einer adligen Familie.

In den letzten Jahren wurde das Haus durch die Stadt schön saniert.






Der Marstall (oben im Bild) ist eine Vierflügelanlage aus der Zeit des 19. Jahrhundert.

Im Marstall wurden früher die Pferde des Fürsten untergebracht.

Das Wort kommt von "marah" also "Mähre" (Pferd) und "stal" - wie "Stall".


OH, es wird schon langsam dunkel.

Zeit für das Ende unseres kleinen Rundgangs. Ich hoffe es hat Dir gefallen und wenn ja, dann begleite mich doch demnächst auch in die Kirche St. Gangolf in Amorbach.

Würde mich sehr freuen.

Liebe Grüße
Björn :-)







Was Ihr dazu meint...

  1. So schöne Bilder - besonders das zuletzt gezeigte - ich würde da gerne jetzt mal langlaufen, gerade in der Dämmerung.
    Danke für diese spannende Tour - Monika

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    1. ...Danke :) ein Schöner Flecken für einen Spaziergang, aber nicht heute - es regnet ;)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  2. Wirklich sehr hübsch dort! Die Teekannnenausstellung würde mich persönlich ja besonders reizen...LG Lotta.

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    1. ...dachte ich mir bei Dir, Lotta.

      Ist sicherlich interessant, war aber wohl gerade geschlossen und leider darf man ja meist keine Fotos machen.

      Liebe Grüße
      Björn :)

      PS: Danke für die Fragen, ich werde mich nächste Woche an die Beantwortung machen ;)

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  3. Sehr schön, sehr reizend, ich möchte auch dorthin :-) Und dieser Himmerl auf dem erstenBild ist fantastisch. Liebe Grüße

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    1. ...dann würde ich den Sommer empfehlen, wenn der Himmel lacht und die Sonne scheint ist alles noch viel schöner :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  4. danke für die schönen Bilder..
    durch Amorbach bin ich mal als Kind durchgekommen..
    mit meinen Eltern.. auf dem Fahrrad ;)

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    1. Da lässt es sich ganz gut fahren und Amorbach ist ja eine nette Stadt - so beschaulich.

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  5. Hallo Björn,
    ein schönes Städtchen mit kleinen Gässchen und anscheinend viel Geschichte. Die Abtei ist wirklich sehr beeindruckend. Das Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert ist wunderschön. Nur frage ich mich, warum man diesen Glaskasten vor das benachbarte gelbe Fachwerkhaus gestellt hat.
    Aufgefallen sind mir die Bemalungen an zwei Häusern. Ich glaube in Bayern nennt man dies "Lüftelmalerei".
    LG
    Astrid

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    1. Hallo Astrid,

      ich mag diese historischen Orte, wo man noch solche Menge Geschichte aufspüren kann :)

      Der Kasten störte mich auch, sonst wäre es sicherlich ein wunderbares Bild geworden, aber so ^^

      Stimmt "Lüftelmalereien" ist das richtige Wort - ist sehr schön so etwas :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  6. Diese Städtchen und Dörfer im Odenwald sind einfach zauberhaft und haben viel Charme.
    Ich bin schon oft durch Amorsbach gelaufen und freue mich, dass du uns diesen wirklich sehenswerten Ort hier so schön präsentiert hast. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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