Fliegende Händler

Heute geht es um die "fliegenden" Händler. Also jene freundlichen Menschen, welche selbst in den entlegensten Orten die Waren unter das "Volk" brachten.

Wenn es Dich interessiert, schau gerne vorbei.

Es würde mich freuen.


Das Leben geht weiter und so auch die alltäglichen Dinge, wie dieser Blog.

Am Wochenende bin ich endlich dazu gekommen wieder ein paar alte Dinge zu fotografieren, für weitere Fundstücke ist also gesorgt. Heute jedoch möchte ich an ein anderes Thema erinnern.

In unserer heutigen Zeit, sprich im Internet-Zeitalter, ich nenne es einfach so, kann man ja ganz bequem von überall einkaufen. Klar, Netz sollte man haben, hier im Odenwald gar nicht immer der Fall. Aber dies ist eine andere Sache.

Es gab aber auch Zeiten, und vielleicht kennst Du sie noch, da gab es diese Möglichkeiten noch nicht.
In meiner Jugend gab es bei uns im Dorf, glücklicherweise, einige Geschäfte.

Lebensmittel, Bekleidung, Haushaltswaren und Spielwaren – alles war da.

Mittlerweile ist alles geschlossen, dies ist die andere Seite der Medaille Internet, leider. Aber ich denke es ist zu kurz gegriffen nur dem Interneteinkauf die Schuld daran zu geben – anderes Thema.


Es gab natürlich auch andere Dörfer, abseits gelegen und manchmal nur mit wenigen Einwohnern. Jetzt war es ja auch nicht so, dass jeder einen Führerschein hatte und ein dickes Auto vor der Tür, bei weitem nicht.

In solchen Fällen war man glücklich, wenn ein fahrender Händler vorbei kam.

Wenn ich überlege gab es bis vor einiger Zeit bei uns noch einen Schuhhändler, der ab und an vorbeigekommen ist.



Das gab es sowohl in der BRD als auch in der DDR.

An einem bestimmten Tag kam der Händler mit seinen Waren angefahren, die Käufer warteten schon und dann war das Gewühle groß ;)

Viele Waren sind heute nur noch schwer zu bekommen, such mal ein Haushaltswarengeschäft? Siehst Du.


Bei uns auf dem Land sind diese Verhältnisse heute eigentlich wieder eingetreten, wenn man kein Internet hat, solche Menschen soll es ja auch noch geben, dann ist man ziemlich aufgeschmissen.

Selbst in der größeren Stadt machen immer mehr Geschäfte zu und das Warenangebot wird ziemlich einseitig, Mode und Elektro bestimmen das Geschehen, wobei dies eigentlich immer die gleichen großen Ketten sind. Vielfalt ist heute weniger zu finden.

Es wird sich sicherlich zeigen wohin diese Entwicklung führen wird und ob das Preisgefüge nicht irgendwann, wenn es nur noch wenige Mitspieler auf dem Markt gibt, nicht wieder steigen wird.

Was meinst Du zu diesem Thema?

Kannst Du diese Entwicklung bei Dir in der Umgebung auch erkennen?

Kennst Du noch solche fahrenden Händler und hast Du schon dort gekauft?




Liebe Grüße sendet Dir

Björn :-)
















Bildnachweis:

Bild 1: Bundesarchiv, Bild 183-35765-0001 / CC-BY-SA | Lizenz CC BY-SA 3.0 DE | Wikipedia Commons

Bild 2: Bundesarchiv, Bild 183-35765-0003 / CC-BY-SA | Lizenz CC BY-SA 3.0 de | Wikipedia Commons

Bild 3: Bundesarchiv, Bild 183-35765-0005 / CC-BY-SA | Lizenz CC BY-SA 3.0 de | Wikipedia Commons

Was Ihr dazu meint...

  1. Lieber Björn,

    ich habe ja auch einige Jahre im Odenwald gewohnt ... in einem Ort mit gerade mal 17 Häusern. Da gibt es sogar heute noch den fahrenden Supermarkt - denn für viele ältere Leute ist und war das die einfachste Möglichkeit die notwendigen Dinge zu bekommen. Auch ich habe dort ab und an mal eingekauft - hauptsächlich dann, wenn ich krank war und längere Fahrten nicht sinnvoll gewesen wären.
    Auch die fahrende Bank kenne ich gut - denn auch die gibt es heute noch, was ich eine prima Lösung finde.

    Du hast (mal wieder) viele Erinnerungen geweckt und dafür danke ich Dir.
    Liebe Grüße,
    Isabella

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    1. ...bei uns gibt es heute auch keinen Supermarkt mehr, auch kein fahrender Supermarkt.
      Für die großen Handelsketten ist unser Ort zu klein, nun wächst stetig die Einwohnerzahl und es soll wohl ein Discount kommen (mit einer Zahl als Name) ;)

      Ich danke Dir für Deinen Besuch :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  2. Hallo, lieber Björn,
    oh ja, ich kann mich noch gut an die fahrenden Händler in meiner Kindheit erinnern! Einmal war es ein Gemüsemann, der hatte seinen Lastwagen voll mit den leckersten Früchten und Gemüsen aus der Region ... und für uns Kinder gab es immer einen Apfel oder mal eine Möhre, oder sonst eine Kleinigkeit ... wir haben ihn geliebt :O)
    Und dann kam noch ab und zu ein Korbmacher .... der Wagen an sich sah schon herrlich aus, rundherum hingen Körbe, Besen, Kochlöffel und Geschirr, und Bettklopfer ( kennst Du die noch? ) ..., ein wahres Erlebnis war es immer , diesen Wagen und seine Schätz zu erkunden!
    Und auch sonst hatten wir alles in unserem Dorf, drei kleine Lebensmittelläden ( einer davon mit Haushaltswaren ), zwei Bäcker und einen Metzger ...eigentlich hatten wir alles, was wir brauchten! Wenn neue Kleider gebraucht wurden, hat entweder oma selbst genäht, oder die Schneiderin aus dem Dorf kam .... ich vermisse das sehr, wenn ich in meinem Dorf bin, denn letztes Jahr hat auch endgültig der letzte kleine Laden zugemacht, aus Altersgründen, und kein Nachfolger ... dsa ist so schade für gerade die älteren Menschen im Dorf ...ach ja, die fahrende Bank, die kenn ich auch noch ...und eine Insitution ist geblieben, noch , die EIerfrau ...die kommt einmal die Woche mit frischen Eiern und Nudeln, und in der Weihnachtszeit hat sich auch selbstgemachte Plätzchen dabei ;O)
    Ein Brotauto kommt jeden Samstag,aber das war es dann auch schon ....
    Ich wünsch Dir noch einen schönen und gemütlichen Abend und ebenso eine schöne Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. ....der Gemüsemann kommt auch heute noch in unser Dorf, allerdings fährt er nur in bestimmte Straßen und das Fischauto kommt schon ewig nicht mehr hierher. Mein Vater erzählt ab und an von einem Seifenverkäufer, welcher wohl früher ins Ort kam und auch Handkäse wurde so verkauft :)

      Eine fahrende Bankfiliale gibt es bei uns, in den kleineren Orten, noch. Eine Zeit hatte man sie abgeschafft und später wieder eingeführt :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  3. Tja, lieber Björn, die Zeiten haben sich geändert und nicht immer hat sich alles zum Vorteil für die Menschen geändert.
    Supermärkte haben die kleinen Lebensmittelgeschäft in den Orten verdrängt und Einkaufmalls sehr viele andere Geschäfte.
    Das Internet trägt einen Teil dazu bei. Besonders ältere Menschen bleiben auf der Strecke heutzutage, haben sie Niemanden, der sie mit dem Auto zu den Einkaufsmöglichkeiten mitnimmt.

    Ich kann mich auch noch erinnern, dass viele fahrende Händler früher zu uns kamen und wir kauften bei einem oft auch Kleidung.
    Er wusste genau, was seine Stammkundschaft wollte und hatte stets eine große Auswahl dabei.

    Ein lesenswerter Beitrag von dir, für den ich mich ganz herzlich bedanke. :-)

    Liebe Grüße und dir eine schöne neue Woche
    Christa

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    1. ...da hast Du recht, die Zeiten ändern sich leider nicht immer hin zum Besseren.

      Als ich klein war gab es noch etliche kleine Geschäfte in unserem Ort, heute nur noch eine Metzgerei und einen Backladen - es hat sich viel geändert.

      Die Supermärkte in den Nachbarorten führen fast alle die gleichen Sortimente, irgendwie wird dadurch die Vielfalt schon etwas zerstört ^^

      Bis vor kurzer Zeit kam noch ein Schuhverkäufer mit LKW in unser Dorf, Schuhläden gibt es weitläufig bei uns nicht, da muss man weit fahren.

      Ich danke für Dein lesen ;)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  4. Ja, die alten Zeiten - aber Backwaren werden heute bei uns noch so angeboten, jedenfalls an einigen Tagen in der Woche :-)

    Spannendes Thema und Bilder.
    Liebe Grüße - Monika

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    1. ...Backwaren gab es früher in unserem Dorf beim Bäcker und dann kam noch ein "Brotauto" vom Nachbarort. Heute ist der Bäcker zu, das Brotauto weg, dafür hat der "Brotautobäcker" einen Backladen im ehemaligen Geschäft unseres Bäckers geöffnet ;)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  5. Hallo Björn,

    einen fliegenden Händler haben wir hier noch. Der kommt einmal in der Woche vorbei und verkauft Eier, Milchprodukt und Wurst.
    Der hat die leckersten Mettwürstchen weit und breit und deshalb bin ich da ab und zu auch mal Kunde.

    Lieben Gruß!

    Detlef

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    1. ...da habt ihr es tatsächlich noch gut getroffen, wobei einen Metzger haben wir noch im Dorf, früher waren es zwei.

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  6. Lieber Björn,
    ein sooooo toller Beitrag. Die Kinder von heute können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen und auch ich wäre ohne doch sehr aufgeschmissen. Jedoch weniger wegen dem Überangebot an Waren die man dort bestellen kann, denn ich bin gern beim Händler vor Ort. Viel mehr, weil man ohne auch in der Schule nicht mehr auskommt und man selbst hier und da mal was googelt. Fliegende Händler sind ein Segen für Menschen (meist ältere), die weit weg von der großen Stadt leben und gern in ihrem Häuschen bleiben wollen und nicht mehr so oft raus kommen. Sie sind schlichtweg aufgeschmissen. Wie schön ist es doch einen Plausch z. Bsp. mit dem Wursthändler zu führen und auch zu wissen wo die Ware her kommt.
    Ich selbst kenne keine fliegenden Händler aus meiner Kindheit, wir hatten den Kosum gleich um die Ecke.
    Liebe Grüße sendet dir Stine

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    1. ...lieben Dank :)

      Ich nutze durchaus sehr gerne das Internet, besonders in Bezug auf Bücher oder Elektrosachen, denn da gibt es hier bei uns gar keine Auswahl mehr. Haushaltswarengeschäfte sind mittlerweile weitläufig aus dem Leben verschwunden. Für Bücher ist das Internet praktisch, denn meist muss man sonst zweimal fahren (erst im Buchladen bestellen und dann abholen).

      Bei uns gab es viele kleine Geschäfte in dem ehemaligen 1.000 Einwohner Dorf meiner Kindheit.

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  7. Hallo Björn,
    wir wohnen hier ja auf dem Land und es gibt zwar nicht mehr die fahrenden Händler mit Brotkörben, Nähzeug und Schuhen. Aber es kommt der Bäcker, der Metzger, der Gemüsemann, der Sprudelmann, das Fischauto und sogar das Hühnerauto mit lebenden Hühnern. Aber ob die hier großen Umsatz machen, oder ob das nur noch die ältere Generation nutzt, das kann ich Dir leider auch nicht sagen. Ich mag es wenn ich die Ware anfassen kann und gehe deshalb öfters in die große Stadt, aber vieles gibt es im großen Online Kaufhaus billiger und dann stelt sich selbst mir die Frage was tun. Deshalb wurde z.B. der Lattenrost nun dort bestellt, denn im Laden hätte das Bringen stolze 60 Euro gekostet und dort war es umsonst....
    Die fliegenden Händler waren und sind immer noch ein beliebter Treffpunkt, ich mag das auch gerne. Und wenn im Sommner der Kirschenmann klingelt, dann freu' ich mich immer und hoffe, dass er auch im kommenden Jahr wieder klingelt, denn er wird leider nicht jünger.
    LG
    Manu

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    1. ...ich wohne auch auf dem Land ;)

      Da seid Ihr ja top versorgt, da können wir hier nur träumen - ein Gemüsemann, den gab es noch und sonst noch einen Schuhhändler. Der Sprudelmann hat irgendwann aufgehört und da sprangen viele Kunden bei seinem Nachfolger ab und nun holt man alles billiger in irgendwelchen Discountern.

      Ältere haben da natürlich ihre Probleme, wenn man kein Auto hat, ist man aufgeschmissen :(

      Manche Läden, muss ich leider so sagen, haben sich (wie Du andeutest) auch etwas auf ihrem Stand ausgeruht und waren der Ansicht, die Leute kaufen schon. Der Service ging immer mehr zurück, damit hätte man wohl noch punkten können.

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  8. Fahrende Händler gibt es wieder...Zumindest habe ich schon einen Beitrag im Fernsehen über einen Bus gesehen, der als "Geschäft" umgebaut worden ist...quasi wie eine fahrende Bibliothek...und über die Dörfer fährt. Und mitten in der Großstadt hier gibt es auch solche fahrenden Händler...die stehen dann vor den Alters- und Pflegeheimen einmal die Woche...eine tolle Sache für die alten Leute! LG Lotta.

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    1. ...hier in Darmstadt habe ich im Sommer einige Händler (Selbstvermarkter) aus dem Odenwald gefunden, die standen mitten in einem Wohngebiet und hielten Markt - scheinbar wird es von den Menschen angenommen, eine sehr schöne Entwicklung :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  9. Hallo Björn,
    Dein Beitrag weckt Erinnerungen und gefällt mir deshalb sehr gut.
    Früher kamen bei uns ein Milchauto ( mit Produkten rund um Milch), ein Obstwagen und ein Wagen mit Haushaltswaren regelmäßig ins Dorf, das ist lange her. Ich fand die Produkte immer sehr sehr lecker... später kam ein Backwagen und heute kommen nur noch E*smann und B*frost...
    Ich schaue übrigens immer bei Dir rein und werde auch wieder öfters kommentieren, denn Deine Beiträge heben sich von der breiten Blogmasse erfreulich ab!
    Liebe Grüße
    Marita

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    1. ....Danke Marita, freut mich sehr.

      Ich lese auch auf Deinem Blog immer wieder gerne. So wie bei Euch war es hier auch und die kamen zusätzlich zu den kleinen Geschäften, welche alle verschwunden sind. Heute sind es auch nur noch die beiden Kühlmänner ;)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  10. Lieber Björn, zuerst möchte ich mich für deinen Beitrag bedanken. Du weckst Erinnerungen und zeigst auf, was in der heutigen Zeit fehlt, sogar in der Stadt. Bis auf die großen Kaufhäuser, sind fast alle kleinen Geschäfte weg und die Kaufhäuser die für jeden etwas hatten, sind auch weg.
    Du schreibst vom Haushaltswaren-Geschäft, ja es fehlt. Was mir auch noch fehlt, ist ein Geschäft mit Miederwaren, überhaupt mit Wäsche und Kurzwaren. Ich muss immer in die Stadt um etwas zu finden, was ich brauch, da hilft mir auch kein Internet.
    Auf alle Fälle danke ich dir für das anregende Thema, was mir sagt, die Verkaufskultur wird auch immer schlechter.
    Einen schönen Tag und liebe Grüße, Margot.

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    1. ...nichts zu danken, liebe Margot.

      Kaufhäuser gab es hier im Dorf bei uns nicht, man fuhr früher in die "Stadt", womit Darmstadt gemeint war. Dort ging man in die Quelle oder zum Karstadt, Kaufhof oder Kaufhalle. Es gab dort eigentlich fast alles - heute sind zwei davon verschwunden und in den anderen beiden gibt es fast nur noch Textilien.

      Wäsche findet man so gut wie nirgends, viele bestellten solche Sachen hier in den umliegenden Quelle Agenturen - alle weg, jetzt bleiben nur sehr wenige Möglichkeiten.

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  11. Hallo Björn,
    aus meiner Kindheit kenne ich solche Händler nicht, denn ich habe sehr central und auf der Haupstraße neben vielen Geschäften gewohnt. Aber ich muss dir beipflichten, viele Fachgeschäfte schließen, sie können mit den Internetpreisen nicht mithalten. Ich hoffe, die Entwicklung geht so nicht weiter!
    Diesen Beitrag finde ich so toll, ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich ihn im Guckloch verlinke?
    LG Heidi

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    1. ...selbstverständlich darfst Du verlinken :) da freue ich mich sehr drüber.

      Im Moment war ich etwas "überlastet" und komme kaum hinterher mir alle Themen in der Bloggerwelt anzusehen. Kommen auch wieder andere Zeiten ;)

      Da hast Du früher sehr gut gewohnt, was die Versorgung mit Geschäften angeht. Fachgeschäfte sind hier schon ziemlich weitläufig verschwunden, gerade die Haushaltswarengeschäfte sterben ziemlich schnell aus, scheinbar benötigt man heute diese Dinge nicht mehr.

      Liebe Grüße
      Björn :)

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