"Tag der Blumenwünsche" - Der Muttertag!

Worum es heute geht ist klar, Muttertag.

Weshalb ich diesen Beitrag "Tag der Blumenwünsche" betitelt habe könnt Ihr erfahren, wenn Ihr weiterlest.

Dazu natürlich noch allerlei mehr und ein paar schöne Fotos aus dem Odenwald, wie ich hoffe.



"Tag der Blumenwünsche"


Ist es also wieder so weit, Muttertag, was täten wir ohne unsere Mutter?

Ich meine es absolut ernst, wie oft haben wir uns voller Angst und Sorge an unsere Mama gewandt, hat sie über uns gewacht, sich um uns gesorgt oder Nächte durchwacht mit uns kleinen Schreihälsen auf dem Arm.

Eben.

Unsere Mutter hat einen Muttertag verdient, egal woher der auch kommt.

Woher kommt er eigentlich?

Schauen wir weit zurück, dann landen wir bei Ann Maria Reeves Jarvis, der Name klingt nicht nur amerikanisch, er ist es auch. Jene Frau Jarvis rief im Jahr 1865 die Bewegung „Mothers Friendships Day“ ins Leben. Bei Treffen dieser Bewegung konnten sich Mütter untereinander austauschen.

Es dauerte aber noch eine Weile, bis aus dieser „Frauenbewegung“ der Muttertag von heute wurde.

Am 12. Mai 1907 veranstaltete Anna Marie Jarvis ein „Memorial Mothers Day Meeting“, es war der zweite Todestag ihrer Mutter, welche ich zuvor genannt habe.

Ein Jahr darauf wurde daraus eine Andacht für alle Mütter.

Schon damals wurden fünfhundert weiße Nelken an die anwesenden Mütter verteilt.

Fortan sah es Anna Marie als Berufung an, einen offiziellen Muttertag zu erhalten. Sehr löblich, wenn Ihr mich fragt. Tatsächlich schaffte sie es und am 8. Mai 1914 wurde im US-Kongress die „Joint Resolution Designating the Second Sunday in May as Mothers Day” beschlossen.

Der Muttertag war geboren, zumindest in den Vereinigten Staaten.

Natürlich kamen bald die verschiedensten Geschäftsleute auf den Plan und sind es noch heute, der Muttertag wurde immer mehr kommerzialisiert, was schließlich dazu führte, dass die Frau, welche letztlich für die Einführung verantwortlich war, diesen wieder abgeschafft haben wollte. Sie bereute es gar ihn je ins Leben gerufen zu haben.

Abgeschafft wurde er jedoch nicht mehr, die Geister, die ich rief.

Wie sah es in Deutschland aus?

Im Jahr 1922/23, also viele Jahre später, startete der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber die Aktion „Ehret die Mutter“ als Tag der Blumenwünsche. Was folgte war der erste deutsche Muttertag am 13. Mai 1923.

Jahre später, in den Zeiten des „Dritten Reiches“ wurde der Muttertag propagandistisch ausgebaut und man verehrte Frauen mit vielen Kindern als „Heldinnen des Volkes“, letztlich waren sie ja für den Nachwuchs an „arischem Erbgut“ zuständig.

So kann man einen harmlosen Tag für sich nutzen.

Im Jahr 1933 wurde der Muttertag öffentlicher Feiertag und am 3. Maisonntag 1934 als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ gefeiert.


Das Mutterherz

Ein Mutterherz! Nur wer es kennt, 
wer recht vom Grund es kennt, 
der weiß, was man verliert an ihm, 
weiß, was sein Schmerz benennt. 

Von allen Herzen auf der Welt
ist keines – keins so reich, 
ist keines – keins so liebevoll, 
ist keines – keins so weich! 

Von allen Herzen auf der Welt
ist keines – keins so stark, 
ist keines so unwandelbar, 
ist keines so voll Mark! 

 
Von allen Herzen auf der Welt
lebt es allein für dich! 
Von allen Herzen auf der Welt
vergisst´s allein auch sich! 

Das Herz der andern wird oft kühl
und zweifelt oder bangt; 
des Freundes Herz lähmt Weltgewühl, 
es prüfet und verlangt. 
Doch ewig treu und ewig fest
bleibt dir das Mutterherz, 
bleibt dir, wenn alles dich verlässt, 
bleibt dir in Lust und Schmerz. 

Ludwig Halirsch (1802 - 1832)



Kleines Lied gefällig....





In diesem Sinne wünsche ich allen Müttern unter Euch, natürlich auch Dir liebe Mama, einen schönen Muttertag!

Euer Björn.







Was Ihr dazu meint...

  1. Vielen Dank für die Informationen. Ich hatte immer gedacht, dass der Muttertag im 3. Reich seinen Ursprung hat. So kann man sich täuschen.

    Hat nichts mit dem Beitrag zu tun, trotzdem möchte ich es erwähnen.
    "Im Abschied liegt liegt die Geburt der Erinnerung."
    Ein sehr schöner Satz, gefällt mir sehr. Ist der von dir ?
    Schönen Sonntag noch
    LG Ede

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ede,

      ich hatte diesen Gedanken auch immer, offiziell eingeführt wurde er in dieser Zeit dann ja auch.
      Der Spruch ist eine Anlehnung an Dali "Im Abschied ist die Geburt der Erinnerung", was ich aber vorher auch nicht wirklich wusste ;)

      Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
      Björn :)

      Löschen
  2. Huch...Nelken...;-). Interessanterweise habe ich heute nicht eine Blume von meinen Kindern geschenkt bekommen...und wurde trotzdem reichlich beschenkt...zum Beispiel mit einem wunderbaren Frühstück im Bett...;-). Danke für die Hintergründe zum Muttertag! LG Lotta.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Lotta,

      *g* ja, Nelken - ich habe sie aber nicht abgebildet ;) Es müssen also nicht immer Blumen sein, freut mich für Dich.

      Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
      Björn :)

      Löschen
  3. Lieber Björn,
    jaja, die Wirtschaft nützt natürlich alles für sich. Und was seinerzeit noch relativ harmlos mit Blumen und Pralinen vonstatten ging, muss heute schon ein Wellnessurlab sein - mindestens ;o) [Jedenfalls wenn man der Werbung glauben schenkt, die bei uns im Radio zu hören war!]

    In unserer Familie wird der Muttertag seit jeher nicht wirklich ernst genommen. Meine Mutter wollte "um Gottes Willen bloß nicht" genau am Muttertag irgendwohin ausgeführt werden - normalerweise waren wir auch am Muttertag irgendwo im Wienerwald oder in der Lobau unterwegs, wie meistens. Und auch für mich hat dieser erfundene Tag keine große Bedeutung. Ich liebe mein Kind und ich weiß, dass ich meiner Tochter wichtig bin, aber einen "Ehrentag" brauchen wir dafür nicht. Genausowenig, wie die Gänschen, die auch einfach Mütter und Väter sind, weil es die Natur so vorgesehen hat und die ihre Kinder behüten, weil es so sein soll... (Wobei: Bei Menschen klappt das mit dem Behüten und für die Kinder dasein ja garnicht immer so gut, manche Menscheneltern versagen in dieser Richtung völlig, da habe uns die meisten Tiere etwas voraus... Aber zum Glück war's bei uns anders! Allein das ist schon ein guter Grund zum Feiern! ;o))

    Hab eine schöne neue Woche!
    Ganz liebe Rostrosengrüße,
    Traude

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Traude,

      da bin ich wohl ein sehr schlechter Sohn :D einen Wellness-Urlaub gab es von mir noch nie. Finde ich auch völlig übertrieben, aber so ist es ja heute. Immer höher, schneller, weiter, teurer.... wohin wird uns dies führen?

      Wenn ich mir die Gänse neulich angesehen habe, es ist wirklich zu schön, wie sehr die Eltern auf ihre Kinder aufpassen, viele Menschen könnten sich heute eine Scheibe davon abschneiden :)

      Liebe Grüße und auch Dir wünsche ich eine tolle neue Woche
      Björn :)

      Löschen
  4. Lieber Björn, dein Beitrag über den Muttertag ist wirklich gut ausgearbeitet und gefällt mir. In ihm sind wichtige Informationen enthalten, die ich nicht gewusst habe. Vielen Dank. Meine Mutter ist schon sehr lange in einer Welt ohne Rückkehr, was mich noch immer traurig macht. Meine Erinnerung geht aber immer dahin, dass es schön war an meine Mutter zu denken und sie mit Blumen beschenkte. Als Kind bin ich sogar in den Wald gegangen, besser gesagt gefahren, und habe Blumen gepflückt, um sie meiner Mutter zu schenken.

    Nun denke ich an deinen Satz "Im Abschied liegt liegt die Geburt der Erinnerung." und sage, es ist so.

    Wünsche dir eine schöne Woche, herzlichst Margot.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Margot,

      freut mich sehr, wenn er Dir gefallen hat :)

      Kann ich sehr gut verstehen, wenn Du noch immer traurig darüber bist, ginge mir genauso, gerade wenn man gute Zeiten miteinander verlebt hat. Aber ich finde, die Menschen leben in den Erinnerungen ein Stück in uns weiter :)

      Liebe Grüße und eine schöne Woche für Dich
      Björn :)

      Löschen
  5. Danke für Deine Ausführungen zum Muttertag. Ein Ehrentag für alle Mütter. Warum auch nicht. Schließlich leisten Mütter auch heute noch sehr viel. Leider werden solche Tage wirtschaftlich bis zum Äußersten ausgeschlachtet. Muss man ja aber nicht mitmachen.
    LG Eva

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt, man muss ja nicht dem Kommerz verfallen, kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten sind manchmal viel schöner :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

      Löschen
  6. Vielen Dank für Deine lieben Wünsche und Deine interessanten Informationen, Björn.
    Für mich ist es immer noch der Tag für meine Mama und ich schaue immer komisch, wenn mein Vater mich dann selber zum Muttertag gratuliert.^^ Aber es auch so süß, wenn mein Kleiner mir was gebasteltes schenkt. Dieses Jahr gab es eine Kette mit einem kleinen bemalten Amulett. Eine Medaille, wie er sagt, für die beste Mami... da geht einem doch das Herz auf...

    Und genau das ist es auch, was für mich dieser Tag ausmacht. Wie Eva schon schreibt, es wird kommerziell ausgenutzt ohne Ende, aber man muss es ja nicht mitmachen. Es sind solche Gesten, die diesen Tag ausmachen. Auch mit meinen Eltern haben wir einen wunderschönen Tag mit lauter Dingen verlebt, die wir alle lieben. Es war wieder ein Tag, wo wir ganz stark unser Zusammengehörigkeitsgefühl gespürt haben. Solche Tage gibt es zwar auch außerhalb von Muttertag, aber warum nicht auch der Mutter an dem Tag besonders gedenken. Und das ganz ohne Kommerz. :-)

    Liebe Grüße
    Sonja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Früher habe ich auch ab und an Sachen gebastelt oder mich "künstlerisch" betätigt für meine Mama,
      heute lieber nicht mehr ;)

      Deine Ansichten gefallen mir und sie sollten beispielhaft für viele weitere Menschen werden :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

      Löschen
  7. Hallo Björn,
    Danke, für die Info. Wir haben den Muttertag mit der Mama verbracht und hatten einen schönen Tag.
    LG
    Manu

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das freut mich, so muss es auch sein :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

      Löschen

alltagserinnerungen.de | Design and Content © Erinnerungen aus dem Alltag. | 2015.