Wenn die kleinen Kinder kommen - eine ganz schöne Schlepperei

Wir waren ja neulich unterwegs und haben dabei reichlich Natur und allerlei Fluggeräte gesehen.

Heute geht es also weiter, die fliegenden Darsteller sind heute Zweibeiner und die hatten ziemlich viel zu schleppen.

Kommt doch einfach wieder mit...


Auf meinem Spaziergang bin ich auch an diesem "Flugfeld" vorbeigekommen. Dieser Weißstorch aus der Familie der Schreitvögel macht seinem Namen alle Ehre. Er schreitet das Flugfeld ab.

Kann man sich eigentlich noch vorstellen, dass man diese Tiere im alten Rom noch als Delikatesse verspeist hat? 

Bei uns hier waren sie lange Zeit eigentlich nicht mehr zu sehen, in meiner Kinder- und Jugendzeit musste ich schon schwer, schwer Glück haben überhaupt ein Exemplar zu Gesicht zu bekommen.

Mittlerweile sind sie glücklicherweise wieder häufiger :)

Im Hintergrund auf der großen Scheune könnt Ihr, ich hoffe es zumindest, ein Nest erkennen. Vielleicht ist es aber auch nur der Flugtower ^^

Mit unserer "modernen" Zivilisation und den damit einhergehenden landwirtschaftlichen Geräten scheint dieser Vertreter hier keine Probleme zu haben.

Als der Heuwender heran tuckert wird lediglich, gaaaanz lässig, ein paar Schritte zur Seite geschritten.

Wo die Wiese bereits bearbeitet ist tummeln sich andere, windschnittige Gesellen.

Die Reiher findet man heute bei uns ziemlich häufig, auch diese Graureiher gehören zu den Schreitvögeln, wenn sie auch meist still im Feld stehen ;)

So ein frisch abgemähtes Feld ist wohl wie ein angerichteter Tisch für diese hier. Im Hintergrund hat sich noch eine Krähe herangeschlichen.

Jetzt könnte man sich sicherlich fragen, weshalb diese ganzen Flugtiere hier gelandet sind.

Zunächst habe ich mir dabei nicht viel gedacht, werden halt einen Zwischenstopp eingelegt haben oder wohnen in der Nähe ^^ vielleicht auch ein kleiner Ausflug, so wie bei mir?

Aber ich habe es dann doch noch herausgefunden...

Die ganze Schar hat etwas transportiert, so muss es gewesen sein.

Nein, also diese Kuh hier eher nicht.

Aber wenn Ihr Euch das hohe Gras genau anschaut, dann könnt auch Ihr es sehen.

Genau, da sitzt etwas. Das müssen die Störche und ihre Kumpanen herangeschleppt haben.

Schließlich bin ich aufgeklärt, die Dame im obigen Bild hat ein Zuckerl aufgehoben und an den Wiesenrand gelegt und daraufhin sind die Störche mit dem kleinen heran geflogen *nick*

War bei mir auch so - glaube ich.

Es ist noch ganz tapsig auf den Beinen und etwas feucht hinter den Ohren. Kein Wunder waren die alle so geschafft.

Auf den ersten Blick könnte man es für ein schwarzes Schaf halten. Aber es liegt sicherlich keine Verwechslung vor ;)




Ein Küsschen von der Mama.





Ist es nicht schön, wenn so junges Leben auf die Welt kommt :)




Die restliche Familie schert das freilich gar nicht. Die liegt lieber an diesem Tümpel.

Erinnert irgendwie an eine Wildnis, fehlt bloß noch eine Meute Löwen an einem nahen Baum.

Glücklicherweise war diese nicht zu sehen, sonst wären dies wohl meine letzten Bilder gewesen. Hier liegen die Verwandten unseres neuen Kleinchen im Schatten während die müden Reiher ihre Füße im Wasser kühlen.



Die Bilder sind leider etwas hell geworden.

Ach es wird Zeit auf den Rückweg, wir schauen über die Wiesen und die Wolken ziehen am Himmel - ein schöner Tag. Könnte ruhig öfter so sein :)

Die Burg, welche Ihr hier gaaanz im Hintergrund auf dem Vulkankegel seht, die habe ich auch schon im Blog vorgestellt - wart Ihr dabei?


Oh, natürlich, Verzeihung. Ihr könnt es noch nicht erkennen.


Jetzt ist es besser zu sehen. Das ist Hering. (nicht lachen, heißt tatsächlich so).

Oben auf dem Otzberg, einem alten Vulkan, stehen die Reste der Veste Otzberg mit ihrer "Zoggerrieb" (Zuckerrübe). Damit ist der Festungsturm gemeint.

Dieser Vulkan wird so vor 35 bis 20 Millionen Jahren entstanden sein, zu sehen ist heute nur noch ein letzter Rest. Glücklicherweise ist er nicht mehr aktiv - von mir aus kann es auch so bleiben ;)



Die fünf haben Hunger, nach der ganzen Schlepperei. Ich auch.

Also bis demnächst, ich hoffe es hat Euch gefallen.






PS: Demnächst stelle ich wieder etwas "Altes aus dem Alltag" vor ;)

Was Ihr dazu meint...

  1. Ach wie süß...da haben sich die Störche ja wirklich alle Mühe gegeben...;-). Na ein Glück, dass du auf der Welt bist....muss es ja doch den einen oder anderen Stroch damals gegeben haben...;-) LG Lotta.

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    1. Hallo Lotta,

      die hatten ziemlich viel zu schleppen ;) ich denke die waren damals auch ganz schön geschafft als sie mich heran geflogen haben ;)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  2. Sehr schöner Post Björn, toll, was sich bei Dir auf den Wiesen so tummelt !
    Was für Rinder sind das eigentlich ?
    Liebe Grüße vom Nobby :-)

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    1. Hallo Nobby,

      Danke Dir :) Es handelt sich um schottische Hochlandrinder, ob sie auch noch eine andere Bezeichnung tragen kann ich leider nicht sagen.

      Liebe Grüße Björn :)

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    2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Ein wunderschöner Ausflug, Björn.
    Ich kam mir zeitweise wie in einer Märchengeschichte vor und habe ganz andächtig gelesen und geschaut.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Hallo Sonja,

      Danke Dir :) so sehen sie also aus, die modernen Märchenbücher unserer Zeit :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  4. Ach, ich mag diese Bilder - besonders die vier!
    Haha - das Würfelzuckerstück - ich dachte, dass nur wir Stadtkinder so aufgeklärt wurden und die Landkinder sahen wir ES funktioniert :-)
    Wie du die Bilder bearbeitet hast, das gefällt mir auch!

    Liebe Grüße - Monika

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    1. Hallo Monika,

      wir mussten auch noch das Zuckerl an das Fenster legen, nach mir hat es aber nicht mehr funktioniert - ich muss etwas falsch gemacht haben ;)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  5. hallo björn,
    wußte ich nicht, dass die römer störche gegessen haben. vielleicht kommt daher "da brat mir doch einer einen
    storch".
    ente, gans, das futtert man ja auch heute noch und ich glaube zum storch ist es da auch nicht so weit.
    vielleicht sagt man in ein paar jahren auch, man kann es nicht verstehen, dass man gans und ente gefuttert hat.
    schöne bilder und ja, würfelzucker/kinder kenne ich auch noch.
    mit lieben grüßen eva
    eva

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    1. Hallo Eva,

      könnte gut sein, irgendwoher kommen ja diese Redewendungen ^^

      Ich habe natürlich gleich recherchiert ;)

      "Umgangssprachlich, salopp; Nach einer biblischen Speisevorschrift (Bibel, 3. Mos. 11) darf der Storch (ebenso wie Fledermaus oder Reiher) nicht gegessen werden. Dies übertrug sich auch auf das Mittelalter, zudem der Storch abergläubische Verehrung genoss und sein Fleisch als ungenießbar galt. Nur scherzhaft wird der Storch daher in der Literatur der Renaissance gelegentlich als Leckerbissen genannt. Der gebratene Storch ist somit das Sinnbild des nie Gesehenen und unerhört Neuen"

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  6. Hallo Björn,
    mit diesen schönen Bildern machst Du mir eine besondere
    Freude :-) Ich liebe Tiere und könnte mir ständig Bilder von
    ihnen anschauen.Da hatten die Störche aber ordentlich
    zu schleppen bei so einem schweren Tierkind ;-))))
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
    Liebe Grüße
    Christina

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    1. Hallo Christina,

      ich mag Tiere auch immer wieder gerne und gehe sehr gerne in unseren kleinen Zoo, auch wenn ich alles schon kenne ;)

      Die armen Störche leisten wirklich Schwerstarbeit ;)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  7. Hallo Björn du zeigst uns wunderbare Fotos. Sie zeigen eine Welt, die ich wirklich nur noch von Fotos kenne, sie aber wirklich mag. Die Aufnahmen mit den fliegenden Vögeln, auch wenn sie gerade am Boden sind, finde ich super.
    Hab vielen Dank auch für deinen interessanten Text.

    Liebe Grüße, Margot.

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    1. Hallo Margot,

      tausend Dank :) man kann solche Bilder nicht genug zeigen und die Natur vor Ort besuchen, so lange sie uns noch erhalten ist :)

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  8. Hallo Björn,
    ein lustiger Post! Ich wuste nicht das man dem Storch Zucker hinlegen muss! Naja, mit der Methode die ich kannte hat es auch gut funktioniert ;o)
    Der Turm heißt Zuckerrübe? Das finde ICH ja mal besonders interessant!
    Liebe Grüße
    Jennifer

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    1. Hallo Jennifer,

      Deine Eltern haben es wohl gewusst ;) die Sache mit dem Zucker *g* ich habe es früher so erzählt bekommen, jedoch es hat nicht funktioniert, ich legte zwar raus aber es kam nix - der Storch hat sich wohl verflogen ^^

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  9. Hallo Björn,
    tolle Fotos. Ich habe bei uns noch nie einen Storch gesehen. Aber immer wenn wir mal an den Bodensee reisen, dann gibt es dort ganz viele zu sehen- wohnen halt alle beieinander. Beiuns gibt es gerade auch viele kleine Kälbchen und jeden Abend bleibe ich kurz stehen und schau sie mir an, wie sie da auf ihren noch krummen Beinen paar Schritte wagen. Dann wird es immer besser und dann sind sie plötzlich nicht mehr da... So ist das halt auf dem Land. Danke, für den schönen Spaziergang!
    Liebe Grüße
    Manu

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    1. Hallo Manu,

      Danke :) Störche gab es hier bei uns lange Zeit auch nicht mehr, durch die Neuansiedlung am Rhein sind heute wieder viele zu Gast, toll wie ich finde.

      Kälbchen sieht man hier im Ort keine mehr, wir haben keinen Milchbauern mehr vor Ort.

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  10. Was für schöne Aufnahmen, lieber Björn! Wann bekommt eine Stadtpflanze wie ich schon mal so ein neugeborenes Kälbchen zu sehen!
    Störche dagegen sehe ich ab und zu. Letztes Jahr brütete ein Paar auf dem Mast einer Tankstelle. Sie haben sich also sogar städtischer Umgebung angepasst.
    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Hallo Sabine,

      glaub ich Dir, in der Stadt sind neugeborene Kälbchen eher selten :) Es ist schön, wenn sich die Tiere an die neuen Umgebungen anpassen können, es geht ja so viel natürlicher Lebensraum immer noch verloren.

      Liebe Grüße
      Björn :)

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  11. Hey Björn,
    danke für diese tollen Naturaufnahmen. Ich konnte es wirklich genießen. Als bei uns die Felder gemäht wurden, waren auch viele Flugtiere da. Frage mich nur woher die das wissen, bzw. einer muss es wissen, der Rest der Vögel erfährt es dann ja von dem der zuerst da war. Tiere wissen halt genau wann es wo was zu futtern gibt. So herzige Bilder von Mama Kuh und ihrem Kleinen - das ist total süß.
    Ich wünsche dir einen schönen Abend und bis bald Stine

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  12. Ach einfach herrlich Björn!
    Die Bilder und deine Texte dazu...da kann man ja ewig weiter lesen und gucken.
    Alles Gute dem kleinen neuen Leben! :)

    LG
    Angela

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