Der Ritter mit der eisernen Hand.




Gottfried von Berlichingen zu Hornberg, genannt "Götz von Berlichingen" ...wer kennt diesen Namen nicht. Er gehört sicherlich zu den bekanntesten "Ritterfiguren" der Historie. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass er eine tragende Rolle in dem Schauspiel "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goehte gefunden hat. Ich interessiere mich ja, wer meinem blog seit längerem folgt, auch für alte Burgen und Gemäuer, da bin ich durch eine Fahrt am Neckar wieder auf jenen Götz von Berlichingen aufmerksam geworden.

Jener Götz, ich möchte ihn hier einfach mal so salopp nennen, entstammt aus dem gleichnamigen Geschlecht und wurde wahrscheinlich um 1480 geboren - nix genaueres ist bekannt - er wurde stolze 82 Jahre alt, als er am 23. Juli 1562 starb - falls man seinem Geburtsjahr glauben mag.

Als junger Mann besuchte er eine Klosterschule und war dann im Dienst eines Vetters seines Vaters und begleitete ihn auf zahlreichen Reisen. So war er auch auf dem "Reichstag" in Lindau im Jahr 1497 als sein Onkel Konrad von Berlichingen verstarb. Götz trat nun in die Dienste von Markgraf Friedrich II. - da war zuerst einmal nix mit großem Heldentum, Türhüter war sein Job. Der junge Götz schien ein "eigensinniger" Geselle gewesen zu sein und hatte wohl einige Probleme mit dem strengen Hofprotokoll und so kam er in die Lehre des "Ritter Veit von Lentersheim". Zu jener Zeit erlernte er auch das Handwerk im Umgang mit den Waffen - was für seinen späteren Lebensweg noch einige Bedeutung erlangen sollte.

Es waren danach unstete Zeiten. So verpflichtete sich Götz unter dem Raubritter "Hans Talacker von Massenbach" und war wohl bei dessen Plünderungen und Brandschatzungen zu Gange. Später kämpfte er in den Landshuter Erbfolgekriegen. Hierbei geschah es, dass er durch einen Schuss aus einer Feldschlange am 23. Juni 1504 seine rechte Hand verlor. Er erhielt eine
"künstliche" oder "eiserne" Hand - diese konnte mit kleinen Zahnrädern die Stellung der "Finger" fixieren. Diese "eiserne Hand" kann man auf der "Götzenburg" heute noch anschauen.

Götz von Berlichingen war in den nächsten Jahrzehnten seines Lebens in viele weitere kriegerische Auseinandersetzungen eingebunden. 1517 erwarb er die Burg Hornberg am Neckar. Um 1525 war er Anführer des "Odenwälder Haufen" in den beginnenden Bauernkriegen - hierbei wurde auch die Wildenburg bei Amorbach zerstört.

Später wurde er in Haft genommen und musste "Urfehde" leisten, er schwor dabei sich "zeit seines Lebens nur noch im Bereich seiner Burg Hornberg aufzuhalten, nie wieder ein Pferd zu besteigen und keine Nacht außerhalb seines Schlosses zu verbringen". Später wurde ihm diese Strafe quasi durch den Kaiser entlassen und Götz zog mit weiteren Rittern nach Wien um die "Türken abzuwehren".  Später kämpfte er auch noch gegen die "Franzosen" kehrte danach zurück nach Hornberg und wurde nach seinem Tode im Kreuzgang des Klosters "Schöntal" beigesetzt.

Mit dem Ritter "Götz von Berlichingen" ging die Ritterzeit ihrem Ende entgegen.

Hoffe Euch hat dieser kleine Ausflug in die Vergangenheit gefallen, wer mehr wissen möchte schaut bei Wikipedia oder in einem der zahlreichen Fachbücher nach.

Es grüßt Euch aus dem Blog-Urlaub
Björn :)






Bildrechte:

- http://commons.wikimedia.org/wiki/File:G%C3%B6tz_von_Berlichingen.jpg

- http://commons.wikimedia.org/wiki/File:G%C3%B6tz-eiserne-hand1.jpg

- http://commons.wikimedia.org/wiki/File:G%C3%B6tz_R%C3%BCstung.jpg



Was Ihr dazu meint...

  1. Was für ein bewegtes Leben - haben wollte ich es nicht - und die Rüstung bei der Hitze - ne - früher war auch nicht alles besser.
    Netter Bericht.
    Liebe Grüße in den Urlaub - Monika mit Bente

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  2. Deinen Blogbeitrag muss ich leider später lesen da ich nun zu einem Termin muss.
    Lasse dir bereits jetzt liebe Grüsse hier und freue mich auf deinen Post.
    LG Babs

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  3. Vielen Dank für den geschichtlichen Ausflug! Schön war er ja nicht gerade...der Ritter...;-) LG Lotta.

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