Ein rotes Klein-Grammophon ...

Wie man früher Musik hörte ;)




Hallo zusammen.
Heute möchte ich einmal wieder ein Grammophon präsentieren.

Wer mich etwas kennt oder meinem blog schon länger folgt weis, ich habe eine Vorliebe für alte Grammophone und dergleichen. Es sind einfach tolle Geräte und es ist ein ganz "magischer" Moment, wenn man seine Vorbereitungen abgeschlossen hat und die Feder ist aufgezogen dem Klang der Schellackplatte zu lauschen mit all ihren Nebengeräuschen :)

*lacht nicht* es ist so!!!

Dieses kleine Grammophon fällt in die Kategorie der Reisegrammophone - man könnte es eventuell auch als "Cameraphone" bezeichnen. Weshalb? Es könnte im geschlossenen Zustand an eine Kamera erinnern - ja gut, es kann ;)

Alles, was man zum Abspielen einer Schellackplatte braucht, ist in dem kleinen Metallkasten untergebracht - man muss das Grammophon zum Musikhören also erst einmal zusammenstecken.


Man beachte den winzigen Plattenteller ^^

Ja, es ist eine enge Sache *lach* die kleinen Teile liegen wie die Sardinen in der Büchse. Trotzdem hat dieses kleine Grammophon einen relativ guten Klang - man könnte sagen es ist ein früher Vorgänger des späteren tragbaren "Walkman".

Es wurde in der früheren Sowjetunion im Moskauer Plattenwerk hergestellt. Man kann dies - sofern man es lesen kann - am Logo erkennen. Die Herstellungszeit wird wohl in den 1940er Jahren gelegen haben.





Eigentlich handelt es sich um einen Nachbau - ob mit oder ohne Patent bzw. Erlaubnis kann ich nicht sagen - denn bereits in den 1930er Jahren gab es in der Schweiz von der Firma Thorens ein ziemlich baugleiches Klein-Grammophon, welches ich auch besitze - aber in grün.




Auf dem Bild hier kann man die Größe sehr gut erkennen - auch wenn es auf den ersten Blick nicht so ausschaut, es ist eine normale Schellackplatte *lach*. Das Grammophon ist sehr robust hergestellt und alles ist aus Metall - spricht für eine lange Haltbarkeit, was sich ja auch bewahrheitet hat.

Die Ideen, welche man so früher hatte um die Abspieler - sprich die Grammophone - kleiner zu machen finde ich immer wieder interessant. Doch was nutzte es alles wenn die Schellackplatten derart zerbrechlich und unhandlich waren ;) Vielleicht hätte man eine "faltbare" Schellackplatte dazu erfinden müssen...

Hoffe es hat Euch wieder gefallen. Kanntet Ihr ein solch kleines Grammophon bereits?
Oder habt Ihr eigene Erfahrungen mit Kleingrammophonen bisher schon sammeln können?

Liebe Grüße

Björn :-)



Was Ihr dazu meint...

  1. Huhu Björn,
    das Grammophon sieht nicht größer aus als mein Blockflötenkasten. Der Unterschied, wenn ich spiele hört sich das schlimmer an, wie das älteste Grammophon mit der ältesten Schellackplatte *lach*

    Ganz viele liebe Grüße, Lill

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    1. Hallo Lill,

      das müsste man erst vergleichend austesten ;)

      Lieben Gruß Björn :)

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  2. Ich wusste gar nicht, dass es diese Geräte auch in klein gab.
    Faszinierend. Vielleicht eine blöde Frage, aber woher kam dann die Musik?
    Du schreibst was von Feder aufgezogen. Ich kannte die nur im Zusammenhang mit einer Schallplatte.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Hallo Sonja,

      bei mir gibt es keine blöden Fragen ;)
      Die Feder ist quasi der Antrieb des Plattentellers. Die eigentliche Musik wird über die Schalldose (direkt über der Grammophonnadel) erzeugt und über den Tonarm in den "Trichterersatz" geleitet. Den "Trichter" findest Du im ersten Bild rechts hinten - wo der Tonarm in das Gehäuse geht.

      Und es gibt sogar noch kleinere Grammophone - die ich irgendwann auch noch zeigen werden.

      Lieben Gruß Björn :)

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    2. Ah, das ist ja super interessant. Dankeschön für die Info.
      Vor allen Dingen finde ich faszinierend, weil das von der Idee her wirklich so etwas wie der Vorläufer des Walkman war. Und selbst der ist jetzt schon eine Antiquität... wie schnell das alles geht...

      Liebe Grüße
      Sonja

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  3. Lieber Björn,

    aus früheren Zeiten kenne ich Reisewecker, Reisefön und Reisespiegel (alles klappbar), aber das es auch ein Reisegrammophon gab, ist mir gänzlich neu. Unsere Väter waren schon erfinderisch! Wenn ich z. B. an die 50er Jahre Küche meiner Oma denke, war selbige zu diesen Zeiten schon sehr innovativ mit so manchem Gadget, was auch in heutige Küchen wieder Einzug gehalten hat.

    Ganz liebe Grüße,
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,
      es gab noch so einge Reiseapparate ;)
      Ich bin da auch immer wieder sehr erstaunt :)
      Lieben Gruß
      Björn :)

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  4. Hallo Björn,

    ich kenne diese kleinen Grammophone nur aus Erzählungen - endlich mal was, wofür ich zu jung bin ;)
    Das kleine Teil sieht aber richtig gut aus. Mir gefallen Deine alten Schätze immer sehr. Das bringt mich immer mal wieder zum Nachdenken. Könnten wir uns heute mit solchen Dingen behelfen? Kann eine Smartphone-Generation mit Geräten zurechtkommen, die ohne Strom funktionieren?

    Liebe Grüße,
    Isabella

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    1. Hallo Isabella,
      ja - schwierige Frage. Ich habe ja ziemlich viel was ohne Strom funktioniert, dennoch möchte ich mein Smartphone eigentlich nicht missen ;)

      Lieben Gruß
      Björn :)

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  5. Nein...noch nie gesehen...noch nie davon gehört...vielen Dank für meine Horizonterweiterung! LG Litta.

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    1. Aber bitte, immer wieder gerne ;)

      Lieben Gruß
      Björn :)

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  6. Das hatte ich auch bisher noch nicht gesehen, lieber Björn,

    sehr interessant,was man bei dir so alles entdecken kann, vielen Dank!

    Herzliche Grüße
    Regina

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    1. Bitte - immer wieder gern geschehen ;)

      Lieben Gruß
      Björn :)

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  7. Wieder eines deiner Schätzchen! Super!
    Also so ein Kleingrammophon habe ich noch nie in natura gesehen! Aber ist doch der Wahnsinn! Vor allem die Idee, dass alles eben immer kleiner werden muss. Aber andererseits eben diese monströsen Schellack-Platten. Hatten wir auch mal einen ganzen Karton voll. Da frage ich mich doch gerade: wo ist der überhaupt abgeblieben?
    LG Calendula

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    1. Es gibt natürlich auch kleine Schellackplatten, aber nicht so kleine wie die kleinsten Grammophone - ich verrate nicht zuviel wenn ich sage, es geht noch kleiner ;)

      Lieben Gruß
      Björn :)

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  8. Ach ich muss gestehen, dass ich musiktechnisch voll in diesem Jahrhundert bin - ich habe nicht mal Schallplatten (okay, ich habe schon zwei, aber die sind reine Deko). Hatte mal mit dem Gedanken gespielt mir in die Richtung was zu zu legen, aber man kann halt auch nicht alles haben/sammeln.

    ..obwohl ich manchmal glaube, dass Du das schon kannst ;)

    Danke für's Zeigen!

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    1. Hätte ich gar nicht gedacht :o
      wobei ich natürlich auch Musik mit mp3-player höre, also nicht nur Grammophon oder ähnliches ;)

      Ich wundere mich übrigens manchmal selbst was ich alles gesammelt habe *lach*

      Lieben Gruß
      Björn :)

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  9. Und wieder was gelernt :) Dankeschön Björn :)
    Mag deinen Blog sehr.
    Liebe Grüsse Babs

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    1. Aber Bitte ;)
      gern geschehen...

      Lieben Gruß Björn :)

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  10. Na das ist ja ein schickes Ding und auch wieder so schön rot :)
    Das ist schon wirklich sehr faszinierend, es scheint so, als wäre es schon immer ein Ziel gewesen, Gebrauchsgegenstände möglichst klein und handlich zu bauen.

    LG
    Angela

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    1. Stimmt :D irgendwie ist es heute in Bezug auf Musikplayer immer noch so ;)

      Lieben Gruß Björn :)

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  11. Vielen Dank Björn für dieses kleine technische Meisterwerk !
    Liebe Grüße,
    Nobby

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    1. Bitte - mache ich doch gern ;)

      Lieben Gruß Björn :)

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  12. tolle post!
    zwar ist mein zukünftiger ein LP-hörer und ein kleiner vintage-stereoartikel-händler, doch wagt er sich leider nicht an die teile älter als ende 50er ran. leider ... so'n grammophon fänd ich mal ganz hübsch ... lauschen tu' ich dann aber doch lieber dem 70er standfuß-plattenspieler.
    LG

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    1. Danke.

      Glaube ich Dir gerne, der Standfuß-Plattenspieler wird sicherlich auch einen besseren Klang haben ;)

      Lieben Gruß Björn :)

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