Cona Kaffeemaschine







Hallo, hallo!

Na, hoffe es geht euch gut soweit :-)
Also ich interessiere mich ja für Kaffeemaschinen, zumindest alte Kaffeemaschinen. Komischerweise trinke ich aber keinen Kaffee, was schon öfter Staunen hervorrief, aber lassen wir dieses Thema ;)

Ganz am Anfang meiner Blogger-Zeit hatte ich bereits meine Serie historischer Kaffeemaschinen in meinem blog hier begonnen, jedoch fehlten mir damals noch die Bilder dazu - damit fehlte mir irgendwie die Qualität. Aus diesem und anderen Gründen habe ich mich entschlossen zumindest die beiden ersten Beiträge der Reihe noch einmal neu aufzulegen - was hiermit geschieht.
Wenn man die Bilder auf dieser Seite anschaut kommt vielleicht zunächst ein Gerät aus irgendeinem Labor in den Sinn. 
Ja, sowas kennt man noch vom Chemieunterricht - zum Glück lange vorbei. Für was es auch immer gebraucht wird, aber das hiermit Kaffee zubereitet wird?
Wer kommt denn darauf. Und doch, es stimmt. Es handelt sich tatsächlich um eine Kaffeemaschine oder besser einen Kaffeebereiter. Einen Vakuum-Kaffeebereiter, wenn man so will. Und wer hat´s erfunden? Gut, die Schweizer waren es diesmal nicht ;-)

1827 veröffentlichte ein Physiker aus Tübingen, nämlich Johann Gottlieb Nörrenberg, eine Beschreibung
einer Kaffeemaschine, welche mittels Vakuum und Dampfdruck arbeitete. Dieses Prinzip gilt auch hier - bei diesem Modell des Herstellers Cona aus den 1930er Jahren. Was auf der Abbildung fehlt ist der kleine Brenner mit welchem man den "Arbeitsvorgang" der Kaffeeherstellung in Gang setzte.

Wie lief dieser Herstellungsprozess ab - möchte man sich an dieser Stelle vielleicht fragen.
Zunächst wurde das Wasser in den unteren Behälter gegeben, daraufhin steckte man das obere Behältniss auf das untere auf - wie einen Korken auf eine Weinflasche. So, nun konnte man das Kaffeepulver in den oberen Behälter geben - Deckel noch drauf, fast fertig.

Zündete man nun den Brenner an und erhitzte das Wasser im unteren Teil der Konstruktion, so begann es langsam nach oben zu steigen und zu dampfen, bis es vollständig im oberen Teil der Kaffeemaschine angelangt war und sich hier mit dem Kaffeepulver vermischte.


Jetzt war Eile geboten, denn ein weiteres erhitzen konnte zur Explosion führen - also schnell die Wärmequelle wegnehmen oder ausmachen.

Der fertige Kaffee befindet sich nun im oberen Behältnis und unten ist nix mehr...
zumindest nichts zu sehen. Durch die erhitzte Luft bleibt der Kaffee zunächst oben und fließt nicht sogleich herab. Durch das Abkühlen der Luft im unteren Behältnis entsteht ein Vakuum und der Kaffee wird hierdurch durch Unterdruck ins untere Gefäß zurück geholt.

Fertig.
Ach ja, die Firma Cona gibt es noch heute und man verkauft auch heute noch derartige Kaffeebereiter - vielleicht schauen Sie mal auf deren Internetseite vorbei.

Es gab natürlich viele Hersteller für diesen Typ Kaffeemaschinen, in Deutschland war der wohl bekannteste Vertreter hiervon die Marke Sintrax. Vielleicht irgendwann hierzu mehr, ich habe auch davon ein paar in meiner Sammlung ;)
Womit wir wieder mal am Ende eines Beitrages angelangt sind, 

Schade eigentlich ...

Es grüßt euch freundlich

Björn Schröbel
Kommentare, Ideen, Anregungen
wie immer gerne


Was Ihr dazu meint...

  1. Dieses "Gerät" kannte ich überhaupt nicht. Sieht wirklich mehr nach Chemieunterricht aus und als Kaffeekocher hätte ich es nie eingeordnet. Wobei sich die Beschreibung der Kaffee-Herstellung schon abenteuerlich liest. Besonders der Teil mit "..konnte zur Explosion führen .." ;)

    Ich bin immer wiedererstaunt, was bei Dir so alles auftaucht.

    Liebe Grüße,
    Isabella

    PS: Ich liebe Kaffee - ich glaube bei jeder Blutprobe wären die vom Labor froh, wenn sie in dem Kaffee auch etwas Blut finden würden ;)

    AntwortenLöschen
  2. Das sieht wirklich verdächtig nach einem Versuchsaufbau im Labor aus: Filtertiegel, Steigrohr und "Bunsenbrenner". Ob wohl Herr Nörrenberg genau sowas vor sich stehen hatte und spaßeshalber darin Kaffee gekocht hat? :-)
    LG
    Calendula

    AntwortenLöschen
  3. Sag Björn, hast du diese (Labor-) Kaffeemaschine mal ausprobiert???


    LG
    Elke

    AntwortenLöschen
  4. Björn...ich bin so ein Kaffe-Junky!
    Ich würde so gerne mal deine alten Kaffemaschinen ausprobieren ;)

    LG
    Angela

    AntwortenLöschen
  5. Hey Björn,

    ich würde diese Maschine auch gern probieren wollen ;)

    LG Jürgen

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Björn. Ich dank dir für deinen Kommentar
    und deine Genesungswünsche. Ganz liebe Grüße DieDana

    AntwortenLöschen

alltagserinnerungen.de | Design and Content © Erinnerungen aus dem Alltag. | 2015.