Donnerkeil.

Hallo zusammen,
Freundinnen und Freunde des Donners.

Einige von euch werden sich noch an meine Kragen erinnern, die ich mir gekauft hatte. Also sie sind wirklich toll und ich bin auch heute noch absolut begeistert davon, wenn es auch jetzt - gerade bei den derzeitigen Temperaturen - etwas kalt ist, aber naja - wer schön sein will muss Leiden :)

Doch, einige hatten es bemerkt, es hatte sich der "Gilb" festgesetzt. Toll. Sowas mir, hoffentlich ist es nicht ansteckend - musste natürlich raus - keine Frage. Aber wie?

Gut, selbst ist der Mann. Dachte er sich und machte sich an die Forschung.
Glücklicherweise habe ich ein kleines Büchlein mit wichtigen Hinweisen "Allerhand Waschgeheimnisse", es wurde meine Abendlektüre. Also, mein Fazit vorweg, Wäsche pflegen ist nicht leicht und Wäsche richtig pflegen - seeeeehr schwer - eine Wissenschaft!
Ich blätterte also sehr konzentriert diese ganze Lektüre durch und eigentlich war der einzige Hinweis "vergilbte Wollwäsche". Nun wusste ich, zu meiner Schande, nicht ob es sich um vergilbte Wollwäsche handelte - sorry :( und wenn es welche ist? Dann müsse sie mit Schwanflocken-Lösung gebleicht werden.

Oha, Supermärkte waren also angesagt. Ich ging zu Pfennig, zu Ewer, Akede, Otten und Laer -
aber :( nirgendwo habe ich diese Flocken gefunden und die Kassiererinnen schauten mich immer nur etwas mitleidsvoll an und dachten wahrscheinlich *armerIrrer* aber dadurch habe ich mich nicht entmutigen lassen.
Ich ging einfach zu dem Laden wo die Kragen her stammten. Vielleicht gab es dort ein Mittel.
Die nette, ältere (naja, uralte) Verkäuferin griff denn auch sogleich wissend in eine der vielen Schubfächer an dem großen Schrank hinter sich und zog drei kleine Vierecke hervor. "Damit wird es wieder weiß!"
meinte Sie, worauf ich skeptisch meinen Blick auf die kleinen Vierecke richtete. Da sie aber so freundlich nickte, fasste ich vertrauen und legte ihr die verlangten paar Groschen auf die Kasse.
Daheim angekommen habe ich mir natürlich mal angeschaut was ich da gekauft hatte:
Praktischerweise stand hinten die Gebrauchsanweisung drauf:
Man  muß also diese Holzstücke mit dem Tupfen "Waschblau" einfach Kopfüber in die Waschbrühe im Waschkessel legen und die Kragen dazu. Da Ultramarinblau die Gegenfarbe zu Gilb ist wird es wieder
blendend weiß! Wahnsinn. Jetzt habe ich nur noch das Problem mit einen Waschkessel zulegen zu müssen ;)
Liebe Grüße
Björn :)

Was Ihr dazu meint...

  1. du hast wirklich für jedes problem die richtige lösung! ich bin schwer beeindruckt von deinen hausfraulichen fähigkeiten und hoffe, du probierst das irgendwann mal aus :)

    ich mag die altdeutsche schrift in deinem waschheft - ob es die auch als blog-schrift gibt? ^^

    lg socke sylvia

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  2. Gut, wenn Du den Waschkessel hast, dann lass es uns wissen. Wenn es sein muss, schick ich Dir mein Waschbrett und den schönen größen Holzlöffel zum umrühren.

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  3. Mensch, auf was für Ideen man kommen kann...

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  4. Toll, ich wundere mich, dass ich das gar nicht mehr kenne, obwohl ich ja auch schon älteren Semesters bin. Muss mal meine Mutter fragen, oder am besten: ihr deinen interessanten Artikel zeigen!

    Viele Grüße
    Regina

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  5. haha :D musst dir wohl selber so vanillekipferl backen! und süßer schneemann im header!

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  6. wow, spannend zu sehen, was fuer ein Kraftakt und Aufwand das taegliche Leben frueher doch war, schoen geschrieben .

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  7. Holla, wie langweilig doch das Wäsche waschen mit Waschmaschine ist!

    Du kannst experimentieren, musst Anleitungen lesen und aufpassen, dass nichts falsch läuft. Und aus gelb und schwarz und blau wird weiß! Das ist wahnsinnig interessant und kaum zu glauben! ;-)

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    Ganz klasse geschrieben, tolle Fotos und für mich auf jeden Fall dahingehend interessant, wie man früher solche Probleme zu lösen versucht hat!

    Mach weiter so!

    Liebe Grüße

    Gabi



    PS: sind denn die Kragen inzwischen weiß? Wenn nicht, drücke ich dir die Daumen! *zwinker

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  8. Wie, Du hast keinen Waschkessel? So was hat der gute Hausmann doch im Haus.

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