Unterwegs im Park Schönbusch - Folge 1




Hallo zusammen und herzlich willkommen zu der neuen Serie


"Unterwegs im Park Schönbusch"

Weshalb eine "Serie", ganz einfach - ich möchte natürlich nicht den einzelnen Post hier zu lang werden lassen,
da aber doch so einige sehenswerte Bilder bei meinem Besuch entstanden sind mache ich daraus eine Serie.



Gut, damit haben wir dies erstmal geklärt ;-)


Park Schönbusch? Genau.

Der Park Schönbusch liegt vor den Toren von Aschaffenburg, also in Unterfranken und, soweit vorweg, der Eintritt ist kostenlos :-) er dehnt sich über eine Fläche von gut 160 ha aus...da kann man ganz schön lange drin herum spazieren...






Jetzt aber hinein in´s Vergnügen...

Der Park Schönbusch zählt, laut Wikipedia, zu den ältesten und größten englischen Landschaftsgärten in Deutschland. Neben seinem heutigen Namen nannte man ihn auch "Schöner Busch" oder französich "Bois-Jolie" - aha! 


Wie kommt dieser Park hierher?


Ursprünglich geht die älteste Nutzung auf den damaligen Kurfürst und Erzbischof von Mainz, Friedrich Karl Joseph von Erthal, zurück. Dieser lies ab ca. 1775 in der Nähe seiner Zweitresidenz in Aschaffenburg einen Lustgarten anlegen...








Die ersten Ideengeber und Architekten waren Wilhelm Friedrich von Sickingen und Emanuel Joseph von Herigoyen. Aber lassen wir diese Namen doch einfach mal so stehen, wer mehr wissen möchte schaut in die einschlägige Fachliteratur - in Ordnung?









Ursprünglich orientierte man sich am damaligen Ideal des "jardin anglais-chinois", also Gärten mit Stilelementen aus England und China - zumindest gedachten und dahin gerichteten Stilelementen.

Sehen kann man dies heute noch, vielleicht auch nur erahnen, an den Kaskaden und der "Teufelsbrücke".









Am Anfang klappte es jedoch nicht so recht mit der Umsetzung dieses Stils hier in Schönbusch, man holte sich Hilfe dazu von keinem geringeren als Friedrich Ludwig Sckell - damaliger Schwetzinger Hofgärtner.

Von jenem Sckell stammt auch der englische Garten in München und auch der in Eulbach.
Letzteren werde ich vielleicht in einer weiteren Serie vorstellen :-)










Wenden wir uns nun dem Park der heutigen Tage zu...


Vor dem Park liegen große und kostenfreie Parkplätze - nicht gerade häufig in diesen Tagen :-)
Also ist genügend Möglichkeit seine Kutsche, ups, natürlich sein Auto dort abzustellen...

Man läuft dann hinüber in den Park, wo übrigens das Radlfahren verboten ist...
...und begegnet zunächst der Gaststätte im Park, im Sommer mit schönen Sitzgelegenheiten im Freien.

Die Gaststätte ist untergebracht in dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Parks, hier war früher auch die Gärtnerwohnung. Erbaut wurde das Gebäude durch einen Maurermeister mit Namen Johann Streiter und zwar zwischen 1781 und 1783 - aha, schön. Man kann das Gebäude hier sehen als zweites und viertes Bild.












Direkt nach dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude befindet sich ein schöner Biergarten, hier gibt es auch Händl zu essen - kann ich nur empfehlen...dies ist keine Werbung!


Bei dem Biergarten findet man den Tanzsaal, dieses Gebäude stammt aus dem Jahr 1801/02 es wird auch heute noch als Festsaal genutzt. Es handelt sich um die Abbildung Nummer 6.



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Ende der Folge 1


In der nächsten Folge geht es weiter mit der Orangerie und dem Küchenbau, letztes Bild gibt einen kleinen Vorgeschmack. Ich hoffe Ihr bleibt dabei...


Schöne Grüße

Björn :-)





Was Ihr dazu meint...

  1. Wirklich interessant. Als Studentin der Landschaftsarchitektur bin ich immer auf der suche nach ansprechenden Parkanlagen. Toller Tipp!

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  2. Danke für die wunderschönen Bilder. Und danke für den daraus resultierenden Ausflugstipp, sooo weit weg ist das garnicht von uns da ist es immer toll zu wissen wo einen der Weg hinführen kann und sollte.
    Einen schönen Blog gestaltest du da!!!!
    Liebe Grüße Gisela

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  3. Wirklich wunderschöne Fotos!

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