Pusteblume.




Heute ist es mir besonders aufgefallen,

er ist wieder überall zu finden, der gelb blühende Löwenzahn.

  Diese von vielen Pflegern des heimischen Rasens oder Gartens geschmähte gelbe Blume - Unkraut?

Aber erst einmal hallo zusammen,
Ihr Freundinnen und Freunde von pustenden Blumen ;)
da mir heute so viele dieser gelben Blumen über den Weg gelaufen sind, oder besser ich bin ihnen über denselben gelaufen - deshalb geht mein Beitrag heute um den Löwenzahn - oder besser die Pusteblume ;-)




Löwenzahn, der Zahn eines Löwen. Wie man auf diesen Namen kommt? Ich habe keine Ahnung. Sehen Löwenzähne so aus, glaube nicht.


Auf der anderen Seite muss ich feststellen, dass ich nicht sehr oft, in der Tendenz eher gar nicht, Löwen in den Mund schaue die mir begegnen. Wenn mir welche begegnen. Also habe ich vielleicht nur nicht die Vergleichsmöglichkeit.

Eigentlich auch egal.

Löwenzahn. Wie komme ich darauf? Wenigstens dies ist einfach zu erklären, denn wann immer man an einer eher wilden Wiese vorbei kommt oder auch in der Stadt, mitten in der Zivilisation, selbst in der Tiefgarage, begegnet mir diese Pflanze. Löwenzahn.


Bild A*: Joe MiGo



Es erinnert micht an eine TV-Sendung in meiner Kindheit, Pusteblume, später Löwenzahn. Aber irgendwie ist dazu der Name Pusteblume bei mir haften geblieben.


Löwenzahn – Pusteblume = Peter Lustig. Ja, ich gebe es zu, ich gehörte zu den Menschen die dachten es ist ein Kunstname – Name eines Künstlers. Peter Lustig, heißt man so – tatsächlich.

Peter Fritz Willi Lustig, es gibt ihn also doch, Peter Lustig. War er Lustig? Ich kann mich nicht erinnern. Er war Pusteblume, Mr. Löwenzahn. Als Kind habe ich nicht wirklich kapiert weshalb aus Pusteblume, völlig entgegen der Natur, Löwenzahn wurde – also die TV-Sendung betreffen, natürlich.

Heute, ja wie viele Jahre danach eigentlich, endlich Klarheit. Pusteblume startete 1979 und hatte im TV eigentlich nur 20 Folgen, danach Wechsel der Produktionsfirma. Pusteblume blieb bei der alten, also Löwenzahn, ansonsten fast alles gleich. Oder doch nicht? Nein, Peter, der Lustige, zog aus seinem Haus aus und in einen Bauwagen.




Löwenzahn also. Der Bauwagen war mit allerlei Ideen ausgebaut und dadurch wohnlicher, wirklich? Auf jeden Fall sah das für Kinderaugen interessant aus, da wohnte einer – der Lustig hieß – in einem umgebauten Bauwagen. Ja, wo gab es so was – gut außer bei Löwenzahn?


Aber genug davon. Löwenzahn also. Die Pflanze – vielfach verteufelt von so mancher Hobbygärtnerin oder so manchem Rasenliebhaber.

Löwenzahn ist Unkraut, wirklich? Für mich war/ist Löwenzahn auch eine Blume, sieht doch eigentlich ganz toll aus - so gelb eben.

So manches Bild, so manche Tristesse wird von ihm verschönert durch seine gelben Blüten. So manche Biene freut sich über die blühenden Wiesen im Frühjahr und so mancher Hase über leckeren und frischen Löwenzahn.

Löwenzahn. Laut Wikipedia ist Löwenzahn „eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 10 bis 30 cm erreicht und in allen Teilen einen weißen Milchsaft enthält. Seine bis zu einem Meter (selten auc bis 2 Meter) lange, fleischige Pfahlwurzel ist außen dunkelbraun bis schwarz. Sie geht in eine kurze, stark gestauchte Sprossachse über, auf der die Blätter dicht in einer grundständigen Rosette stehen. Nach einer Verletzung des Vegetationspunktes regeniert sich die Pflanze aus der Wurzel und bildet dann meist mehrere Blattrosetten. Die 10 bis 30 cm langen Blätter sind eiförmig bis eilanzettlich unregelmäßig stark gelappt und tief eingeschnitten und gezähnt. Einschnitte und Zähne sind von der Basis bis zu etwa 2/3 der Länge stark, weiter zur Blattspitze häufig geringer ausgeprägt“ und so weiter und so fort.






Löwenzahn. Irgendwann am Ende seiner Wandlung eine Pusteblume, eine Blume zum Pusten. Was Kindern, so manchem Erwachsenen auch, Spaß bereitet. Die kleinen Schirmchen, da fliegen sie dahin. Ja und ich gebe zu, erkenne mich in diesem Punkt für Schuldig, auch ich gehörte zu den Übeltätern die so manchen Löwenzahn in der Welt verbreitet haben durch heftiges Pusten.




(c) Matthias Voss
 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode



Neben den Unkraut Jätern gibt es natürlich auch die Fraktion der Nahrungsliebhaber. So kann man aus den gelben Blüten einen Brotaufstrich herstellen, die Blätter finden als Salat Verwendung.



In den kargen Nachkriegsjahren hat man teilweise aus den getrockneten Wurzeln eine Art Ersatzkaffee hergestellt - und bevor jetzt jemand fragt, nein die gibt es nicht als Pad!



Weshalb der Löwenzahn aber heißt wie er sich nennt und was diese Pflanze mit dem Löwen sein Zahn zu tun hat bleibt mir bisher ein Rätsel?


Aber egal, oder wie man manchmal sagt

"Pusteblume"




Es grüßt euch freundlich

Björn





Fotografien von Pixabay, dank an die Fotografen.

Bild A*: Joe MiGo / Wikipedia - klick hier
Lizenz: Creative Commons - klick hier

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