Der Kaiserturm.


Hallo zusammen!
Heute möchte ich den Kaiserturm vorstellen, auf der Neunkirchner Höhe im Odenwald.
Er ist ein beliebtes Wanderziel. Die Auto auf dem Bild oben täuschen, eigentlich darf man hier nicht mit dem Auto hin, zu Fuß ist angesagt - gut, Fahrrad geht natürlich auch noch.
Wenn man den Namen Kaiserturm hört, könnte man ja nun zweierlei Schlussfolgern,
entweder hat hier der Beckenbauer einen Turm oder irgendwann war mal
ein leibhaftiger deutscher Kaiser hier.

Hm, ob es da nicht noch eine andere Variante gibt?

Also nun mal ernsthaft. Überall im damaligen deutschen Reich gab es "Kaisertürme",
damit huldigte (tolles Wort) man damals den deutschen Kaisern. Je nachdem wann also
so ein Turm gebaut wurde kann man auf den zugehörigen Kaiser kommen.



Bei Neunkirchen wurde der heutige Kaiserturm im Jahr 1906/7 erbaut, als Nachfolger eines hölzernen Vorgängermodells. Lassen wir hierzu die Worte von Pfarrer maximilian C. Freiherr von Heyl aus dem Jahre 1958 wirken:

"Umgeben von anderen Höhen des Odenwaldes, einem der lieblichsten deutschen Mittelgebirge, ragt als dessen höchster hessischer Berg die "Neunkircher Höhe" auf.
Auf dem Gipfel des mehrkuppigen Massivs steht seit 1907 der jetzige Kaiserturm. Von ihm aus erhebt sich ein sagenhaft schöner Blick das Modau-, Gersprenz-, Lauter- und Fischbachtal entlang und über den ganzen Odenwald hinweg bis zu seinem auf badischem Boden liegenden allerhöchsten Berg, dem "Katzenbuckel (626 Meter hoch), bis zur Haardt, dem Hundsrück, dem Taunus und dem Spessart."
Aha. Weissde Bescheid, Schätzelein.

Da der Kaiserturm, um den es hier geht, also 1907 entstanden ist dürfte er für Kaiser Wilhelm I. gedacht sein, den ersten Kaiser des Deutschen Reiches.

Heute kräht danach aber kein Hahn mehr....




Was aber nicht daran hindert, dass der Kaiserturm ein beliebtes Wanderziel ist, steht er doch gleichfalls auf dem höchsten Berg in Südhessen - der Neunkirchener Höhe mit 605 Metern.
Der Turm selbst ist 34 Meter hoch und man kann, an den Öffnungstagen, hinaufsteigen - kostet aber etwas :-(   - Muss aber auch immer wieder renoviert werden. Von der Plattform kann man über den Odenwald und die "Reinheimer Bucht" sowie in das Rhein-Main-Gebiet schauen. Frankfurt ist nicht weit entfernt.

Gleichfalls befindet sich hier die höchstgelegene Wirtschaft des Odenwald, die nur Samstag und Sonntags geöffnet hat - direkt im Turm - darf man hier wohl mal empfehlen :-)


Ganz in der Nähe befindet sich auch ein Radarturm der Luftraumüberwachung,
da kann man natürlich nicht hinein ;-) Dennoch sehenswert. Er ist zuständig für den Luftraum für Südwestdeutschland.




Also, wenn ihr mal in der Nähe seit, lauft doch mal rauf - auf den Kaiserturm -
bei schönem Wetter ist es nur zu empfehlen und auch nicht so weit - kann man bequem erreichen.


Die Neunkirchner Höhe ist hinter dem "Katzenbuckel", einem erloschenen Vulkankegel im badischen Odenwald, der höchste Berg im Odenwald und gleichzeitig der höchste in Südhessen um im hessischen Teil des Odenwald mit immerhin 605 Metern Höhe. Es gibt hier zahlreiche Wanderwege in alle erdenklichen Richtungen und viele Weitblicke in den Spessart und das Rhein-Main-Gebiet bis in den Taunus.


Bis vor ein paar Jahren gab es in Neunkirchen auch noch einen Skilift, der ist aber mittlerweile still gelegt, dennoch erfreut sich der Ort im Winter einer großen Anzahl begeisterter Rodler.


Immer wieder ein schöner Ausflug, egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Die Wege sind zwar steil, aber es gibt auch eine geteerte Variante die gut zu gehen ist.

Kann ich nur empfehlen.


Es grüßt euch freundlich


Björn Schröbel


- wie immer - 

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